Nach der Multivisionsshow wurde noch lange diskutiert, wie jeder mitheilfen kann, das Weltklima zu retten. Unser Foto zeigt Annette Bußmann (re.) im Gespräch mit Lena Scheuren. Foto: bki. Von Borris Kißler (Text und Fotos). Zur Zeit ist sie mit Unterstützung des BUND an vielen heimischen Schulen für rund 2.500 Schülerinnen und Schüler zu sehen: Die beeindruckende Multivisionsshow „Klima und Energie“. Der SPD-Ortsverein Gevelsberg ermöglichte den Besuch auch für die interessierte Öffentlichkeit.
Annette Bußmann, stellvertretende Bürgermeisterin und seit vielen Jahren durch umweltpädagogische Projekte vor Ort bekannt, hatte in die Veranstaltung eingeführt – und die regen Diskussionen nach der knapp zweistündigen Show bewiesen, dass in der Bevölkerung durchaus der Wunsch nach weiteren Informationen besteht, wie im privaten Bereich umweltbewusster mit Ressourcen umgegangen werden kann. Tipps dazu gibt es im vielfältigen Informationsmaterial des BUND, aber auch online auf der Internetseite www.klimaaktiv.com.
Rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger fanden sich am Montag in der Aula des Schulzentrums West ein, um anhand vieler Fakten, filmisch, fotografisch und durch Statistiken untermauert, einen Eindruck davon zu gewinnen, wie der Mensch gegenwärtig das Weltklima zum kippen bringt.

Die Grafik zeigt: Die jährliche Sonneneinstrahlung (transparenter Würfel) überschreitet bei weitem die Summe der weltweit vorhandenen Energieträger. Diese werden in absehbarer Zeit verbraucht sein. Den jährlichen Energieverbrauch weltweit (dargestellt durch den kleinen Würfel im rechten Bereich) überschreitet sie 10.000fach. Foto: bki.
Die Polkappen schmelzen, flache Inseln im Pazifik und Regionen wie der Küstenstaat Bangladesh könnten in wenigen Jahren von der Landkarte verschwunden sein – aber auch das einzigartige Wattenmeer vor der deutschen Nordseeküste ist akut durch den steigenden Meeresspiegel bedroht. Eine deutliche Zunahme von Unwettern in den vergangenen 50 Jahren, Stürme, Hochwasserereignisse und extreme Dürren sind Vorboten dessen, was globaler Alltag wird, kommt es nicht weltweit zu einem grundsätzlichen Umdenken in Fragen des Energieverbrauchs.
Ende dieses Jahrhunderts wird die Durchschnittstemperatur weltweit um 3 bis 5 Grad Celsius gestiegen sein, und es gibt Wissenschaftler, die dieses Szenario noch für untertrieben halten, so Marcus Kiesel von „Die Multivision e. V.“ – unisono, so Kiesel, halten Experten allenfalls 2 Grad für beherrschbar.
Windräder, Photozellen und Gezeitenkraftwerke produzieren schon heute klimafreundliche Energie – besonders das Sonnenlicht deckt den derzeitigen weltweiten Energiebedarf 10.000fach. Eine klare Absage auch an die vermeintlich saubere und rettende Atomenergie: Schon in 235 Jahren wird der weltweite Vorrat an Uran aufgebraucht sein, ganz abgesehen von der unklaren Altlastenfrage ist auch diese Technologie also nicht wirklich zukunftsweisend.
Und ganz sicher wird die Gevelsberger SPD auch umweltpolitisch „am Ball“ bleiben – schon in der kommenden Woche findet wieder die Aktion „Gevelsberg macht Hausputz“ statt – damit die junge Generation nicht bald „im Regen“ steht.